Die Deutsche Sprache ist sexistisch strukturiert. Das zeigt sich unter anderem daran, dass die grammatikalisch männliche Form vielfach als die Norm und Grundform angenommen wird, z.B. der Lehrer, der Arzt, der Mitarbeiter. Die weibliche Form findet erst durch Beugung Einbezug ("die Lehrerin"). Insbesondere, wenn in Texten von abstrakten (anstatt konkreten) Personen gesprochen wird, wird daher in erster Linie die männliche Form verwandt - mit der historisch wiederlegbaren Behauptung "Frauen seien ja mitgemeint". Dies wird allgemein als das "generische Maskulinum" bezeichnet.

Spätestens seit den 1970er Jahren wird daher zunehmend versucht, eine geschlechter-neutralere Sprache zu verwenden, zunächst durch das explizite nennen zweier Geschlechter oder durch Binnen-zeichen - mehr dazu bei Wikipedia.

Da aber, trotz der steigenden Verbreitung geschlechter-neutraler Sprache, weiterhin vielfach das generische Maskulinum genutzt wird, wollen viele progressive Organisationen das Gegenteil verbreiten, um dem ein Gegengewicht zu geben: Sie nutzen grundsätzlich die weibliche Form in geschriebener und gesprochener Sprache, welches "Männer mitmeint" - das generische Femininum, also die Lehrerin, die Ärtzin, die Mitarbeiterin. Die Uni Leipzig ist hierfür ein bekanntes Beispiel.

Wir nutzen auf dieser Seite ebenfalls durchweg das generische Femininum (es sei denn, es geht darum bestimmte Verhältnisse anderweitig hervorzuheben), denn auch unsere Autorinnen und Mitarbeiterinnen identifizieren sich überwiegend als Frauen - aber natürlich sind in der Regel alle Männer mitgemeint.