Non binary oder nicht-binär hat den Ursprung im Lateinischen: binarius = zwei. Non binary bezieht sich auf das soziale Geschlecht und bedeutet, dass es nicht nur zwei Geschlechter gibt - also weiblich und männlich – sondern mehr. Queer bedeutet etwas ähnliches - es bezeichnet eine Geschlechtsidentität, die von der “Norm”, dem binären männlich/weiblich-Bild, abweicht. Non-Binär ist also die Ablehung des männlich/weiblich-Bildes, Queer ist vielmehr ein politischer Begriff und bezeichnet alle Menschen, die nicht in diese "Zwei-Fach-Schubladen" passen.

Denn Menschen, die non binary oder queer sind, fühlen sich nicht immer/ganz dem weiblichen oder männlichen sozialen Geschlecht zugehörig. Mal wechselt die Zugehörigkeit, mal erleben sie ihr Geschlecht als ein ganz anderes.

Non binary und Queer sind Oberbegriffe. Dazu gehören zum Beispiel genderfluid-Menschen (also Menschen mit wechselndem Geschlecht) oder Menschen, die sich agender, also geschlechtslos, wahrnehmen. Eine Liste über Nicht-binäre Geschlechtsidentitäten findest du auf dieser Seite über Nicht-Binarität.

2017 wurde im Bundestag abgestimmt, dass in Deutschland offiziell ein drittes Geschlecht anerkannt wird. Wie dieses dritte Geschlecht genau heißt, ist noch unklar.

Redaktions-Anmerkung: Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich der Mensch dir gegenüber einem Geschlecht zuordnet und wenn, welchem, dann frage lieber nach. Versuche, binär-spezifische Anreden und Pronomen (Also “Liebe”, “sie”/”ihr”/ ”er”/”sein”) zu vermeiden, bevor du es nicht weißt. Wenn du unsicher in dem Gespräch bist, sag es ruhig und gib der Person dadurch Sicherheit und Raum.