... im Film bezeichnet den Umstand, dass viele geschichtlich nicht-weiße Charaktere aufgrund von Casting- und Marketingentscheidungen übermäßig häufig von weißen Menschen gespielt werden.

Dass weiße Menschen sich als andere Menschen verkleiden und diese in Filmen und auf der Bühne spielen, hat eine lange Geschichte. Diese Berufsausübung war in der westlichen Welt lange Zeit ausschließlich weißen Männern vorbehalten, welche dann in die jeweiligen Rollen schlüpften und diese - häufig mit Stereotypen überladen - verkörperten. Obwohl diese Gesetzte lange abgeschafft sind, hielt und hält sich diese Praxis aber weiterhin hartnäckig in Hollywood und im Theater. Oftmals damit begründet, dass es ja keine der Ethnie entsprechenden geeigneten Kandidatinnen gäbe oder, dass jene Person gecastet wurde damit ihre Berühmtheit auf den Film abstrahlt.

Diese Praxis hat aber zur Folge, dass nicht-weiße Menschen weiterhin von wichtigen und gut bezahlten Rollen ferngehalten werden und diese nicht authentisch verkörpern können.

Die Liste der Filme, in denen Whitewashing betrieben wird ist leider sehr lang, zuletzt durfte sich die Schauspiel-Verfilmung des Anime-Klassiker "Ghost in a Shell" mit Scarlett Johansen dieser Kritik aussetzen. Weitere Beispiele finden sich in diesem Musikexpress Artikel, sowie auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite zum Thema.